
Am Samstag, den 22. März 2025, führte das Bezirksfeuerwehrkommando Mistelbach im Bereich der Ortschaften Bernhardsthal und Rabensburg eine groß angelegte KHD-Übung durch.
Die Übung stellte die Einsatzkräfte vor eine Vielzahl komplexer Szenarien und zeigte eindrucksvoll die hervorragende Zusammenarbeit und die professionelle Einsatzbereitschaft der beteiligten Feuerwehreinheiten, des Feuerwehrmedizinischen Dienstes (FMD), der KHD-Züge der Bezirke Mistelbach und Gänserndorf, des Sonderdienstes Wald- und Flurbrandbekämpfung und des Roten Kreuzes.

Unter der Leitung von HBI Thomas Buchta, der die Übung im Bezirksführungsstab (BFÜST) mit einer allgemeinen Einweisung eröffnete, wurden die verschiedenen Schadenslagen dargestellt:
+ Flur- und Waldbrand verursacht durch eine defekte Bremse an einem Gütertransportzug an der Nordbahn auf einer Fläche von insgesamt 284 ha, davon etwa 119 ha Vegetation mit trockenem Gras, abgestorbenem Material und ausgetrockneter Humusschicht

+ Mehrere Menschenrettungen im Wald unter schwierigen Bedingungen, darunter eine unter einem Baum eingeklemmte Person sowie zwei verletzte Personen, darunter eine mit schweren Verbrennungen
+ Verkehrsunfall mit zwei PKW und mehreren eingeklemmten Personen
+ Menschenrettung aus dem Wasser (Thaya) unter Einsatz von zwei Feuerwehrbooten
+ Spotfeuer mit starker Ausbreitung aufgrund von kräftigem Wind

Zur Bekämpfung der Wald- und Flurbrände wurden zwei Riegelstellungen errichtet – eine entlang der Straße und eine weitere im Wald, die mithilfe von Spezialwerkzeugen und Fahrzeugen des Sonderdienstes Wald- und Flurbrandbekämpfung (WFBB) per Hand gezogen wurde. „Die Einsatzkräfte haben gezeigt, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen absolut professionell agieren. Die taktische Umsetzung der Riegelstellungen und der Umgang mit der Spezialausrüstung waren vorbildlich. Die Kombination aus Technik, Taktik und körperlicher Ausdauer ist bei einem Waldbrandeinsatz entscheidend.“, so der Leiter des WFBB, OBI Manfred Trautner.

Die Wasserversorgung erfolgte einerseits aus dem Bernhardsthaler Teich mit einer Länge der Zubringleitung von 2.280 Meter, sowie von der angrenzenden Thaya, mit einer Länge der Zubringleitung von 990 Meter.
Zusätzlich wurden etwa 600 Meter Wasserweg mit Feuerwehrbooten zurückgelegt, um die Bekämpfung der Spotfeuer zu unterstützen.
Einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Einsatzkoordination leisteten zwei Drohnen, die während der Übung eingesetzt wurden. Die Drohnen ermöglichten eine schnelle und präzise Lageerkundung in schwer zugänglichem Gelände und halfen dabei, die Ausbreitung des Feuers besser einzuschätzen. Zudem wurden mithilfe der Luftaufnahmen verletzte Personen im Wald rasch lokalisiert, wodurch die Einsatzkräfte gezielt und effizient zur Rettung der Betroffenen geleitet werden konnten.

Insgesamt waren 383 Einsatzkräfte mit 89 Fahrzeugen beteiligt, darunter:
+ Fünf Züge der 13. KHD-Bereitschaft
+ Zwei Züge der 4. KHD-Bereitschaft
+ Der Sonderdienst WFBB Zug Ost
+ Der Feuerwehrmedizinische Dienst (FMD13)
+ Das Rote Kreuz mit Rettungsfahrzeugen und medizinischem Personal
(Text BFK Mistelbach BFK Gänserndorf, Fotos AFK Zistersdorf)